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Newsdetail

Einheitslook im Klassenzimmer

(24.03.2006)

In zwei Klassen der Basler Sekundarstufe wird ein Projekt mit einheitlicher Schulbekleidung durchführt.

Das Vorhaben wird unterstützt von der Budget- und Schuldenberatungsstelle Plusminus, den Lehrkräften und den Eltern.

Eine einheitliche Schulbekleidung könnte dazu beitragen, dass die Jugendlichen in der Schule besser arbeiteten, sagte Christian Griss, Rektor der Weiterbildungsschule (WBS) des Kantons Basel-Stadt, heute vor den Medien. Die Lerninhalte würden in den Vordergrund gestellt und das Zur-Schau-Stellen verdrängt.
Griss erwartet, dass die Schuluniform dereinst im ganzen Kanton ab dem Kindergarten eingeführt wird. Dazu bräuchte es jedoch eine Gesetzesrevision.

Den am Projekt beteiligten Schülern wurden Entwürfe von drei jungen Schweizer Modedesignern vorgelegt. Im April beschliesst eine Jury aus Fachleuten, Jugendlichen und Lehrpersonen, welcher Entwurf realisiert werden soll. Ab Herbst sollen die Schüler die Bekleidung tragen und testen. Ein Set besteht aus Hose, Shirts, Jacken, Kappe, Schuhe und Taschen.

Auf Sponsoren angewiesen

Mit der einheitlichen Schulbekleidung könnte eine Familie über 30 Prozent der Ausgaben für Bekleidung einsparen, sagte Reno Sami von der Schuldenberatungsstelle. Dies wäre vor allem für bedürftige Familien eine Entlastung. Er wies darauf hin, dass die Verschuldung unter Jugendlichen weit verbreitet ist.
Die Idee einer einheitlichen Bekleidung sei in den Schulklassen positiv bis begeistert aufgenommen worden, erklärten zwei Lehrpersonen. Die Eltern hätten sich spontan bereit erklärt, bis zu zehn Prozent der Kosten zu übernehmen.

Laut Sami wird ein Set rund 900 Franken pro Schüler kosten. Dieser Betrag sinke, wenn sich mehr Klassen daran beteiligten. In der Projektphase würden Sponsoren die finanzielle Hauptlast tragen. Später soll es eine Mischfinanzierung unter Beteiligung der Eltern geben.

Andere Kantone zurückhaltend

Griss schliesst nicht aus, dass andere Kantone ebenfalls eine einheitliche Bekleidung in den Schulen einführen werden. Dies werde aber ein langer Prozess sein.
Im Kanton Luzern etwa hatte der Grosse Rat erst im Februar eine SVP-Motion für Schuluniformen abgelehnt. Und im Kanton Solothurn sprach sich die Regierung 2005 ebenfalls gegen einen FDP-Vorstoss aus, der Schuluniformen verlangte. Im Kantonsrat stiess die Idee dennoch auf einige Sympathie.

Schul-Couture von Tanja Klein, Tran Hin Phu und Suy Ky Lim:

Quelle: Tagesanzeiger vom 24. März 2006

Noch mehr zum Thema erfahren Sie im Beitrag vom 23. März 2006 im 10vor10 auf SF1.
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