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INTRUM JUSTITIA AG
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Risikoverhalten

In der Jugend werden die Weichen gestellt

80% der überschuldeten Erwachsenen machen ihre ersten Schulden vor dem 25. Altersjahr. In der Jugend scheinen die Weichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld gestellt zu werden. Ein Kind muss somit lernen, nicht mehr zu nehmen als zu geben. Ein Teenager muss lernen, dass Geld dem Tauschwert von Geben und Nehmen entspricht. Wenn man bei der Ablösung vom Elternhaus diese beiden Grundsätze nicht verinnerlicht hat, droht die Schuldenfalle zuzuschnappen.




Wandel als Chance und Gefahr zugleich (Lebensphasen)
In seinem Leben durchläuft der Mensch diverse Phasen. Oft gibt es Wendepunkte, die dem Leben eine ganz andere und für den weiteren Verlauf entscheidende Richtung weisen. Häufig sind solche Änderungen Chancen aber auch Gefahren. Auch im Bereich der Finanzen.
16-22 Jahre: Ablösung vom Elternhaus. Selbständigkeit. Mit 18 volle Handlungsfreiheit  und Mündigkeit.
Erste finanzielle Verpflichtungen (Wohnen, Auto, Steuern, Versicherungen).
22-29 Jahre: Erste Phase des Erwachsenseins. Auswahl des Berufsweges, Aufnahme von festen
Beziehungen zu anderen Personen. Erste Gründungen einer eigenen Familie. Weitere fixe finanzielle
Verpflichtungen.
29-32 Jahre: Übergang in die 30er Jahre. Suche nach dem Sinn des Lebens. Festsetzen künftiger
Lebensziele. Überprüfung getroffener Entscheidungen. Hier passieren die meisten Neuorientierungen
was oft auch finanzielle Last bedeutet.
32-39 Jahre: Wurzeln schlagen. Setzen von langfristigen Zielen. Sich etablieren. Verwirklichen der
getroffenen Entscheidungen. Mögliche berufliche Selbständigkeit.
39-43 Jahre: Übergang in die Mitte des Lebens. Phase der Selbstkonfrontation. Treffen neuer
Entscheidungen, die oft viel Geld kosten (Immobilien).
43-50 Jahre: Erneuerung/Stabilisierung. Übernahme der Verantwortung für das eigene Leben. Auszug
der Kinder aus dem gemeinsamen Haushalt. Umsetzung der getroffenen Entscheidungen (Hausbau,
Wohnungskauf, Selbständigkeit usw). Hier liegt ein hohes Risiko, finanziell zu scheitern.
50-60 Jahre: Reife. Akzeptanz dessen, was erreicht wurde. Die Zukunft wird weniger wichtig. Das
Leben leichter und angenehmer gestalten (Frühpensionierung). Sich mit dem Ausstieg aus dem
Berufsleben befassen. Ein Leben nur mit der staatlichen Altersvorsorge ist mit Abstrichen am
Lebenstandard verbunden.

Risikoverhalten entspringt einer zu optimistischen Einschätzung des Wandels
Wandel verläuft nicht immer reibungslos. Sind Sie bereit, auf Sachen zu verzichten, die Sie lieb gewonnen haben? Sind Sie für den Wandel gerüstet und bei Schwierigkeiten allenfalls bereit, den Lebensstil zu ändern?
Wenn Sie sich vor allem über das, was Sie "haben" und nicht auch das, was Sie "sind" definieren, wird der Verzicht auf Güter und Dienstleistungen sehr wahrscheinlich besonders schwer fallen.

Planen Sie den Wandel oder verzichten Sie darauf
Der Wandel findet meistens nicht von heute auf morgen statt und man hat somit genügend Zeit zum Planen.
Sollten Sie nicht bereit sein, die möglichen finanziellen Konsequenzen des Wandels zu tragen, lohnt es sich nochmals, darüber nachzudenken, ob Sie den Wandel nicht verzögern könnten (Ablösung vom Elternhaus, Ausstieg aus dem Erwerbsleben) oder ob Sie gar ganz darauf verzichten wollen (Gründung einer Familie, Schritt in die Selbständigkeit).

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